Update 22. April 2020

Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,

wir befinden uns in einer sehr sensiblen Phase der Entwicklung der Corona-Pandemie. Jede Lockerung der Maßnahmen, die Kontakte untereinander beschränkt, ist mit dem Risiko verbunden, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen und Lockerungen zurückgenommen werden müssen. Hier ist uns allen noch mal mehr an Verantwortung aufgebürdet, als vorher. Denn die Verlockung eines freieren Lebens birgt immer noch ein hohes Risiko sich anzustecken, andere anzustecken. Krankheitsverläufe sind nicht berechenbar und immer wieder lebensbedrohlich. Diese Phase der Lockerung der gesellschaftlichen Einschränkungen gelingt nur, wenn weiterhin die Abstandsregeln eingehalten werden! Schule befindet sich hier vor einer besonders schwierigen Herausforderung. Lernen bei unseren Schülerinnen und Schülern ist einerseits auf Beziehung, Zuneigung und Nähe angewiesen.  Andererseits gilt aber, dass Lernen und Lehren momentan nur unter Einhaltung eines Abstands von mindestens 1,5 Metern erfolgen soll. Das versuchen wir, indem wir die Gruppengrößen stark verkleinern. Aber wir wissen, dass es trotz allem ganz schnell dazu kommen kann, dass das Gebot des Abstandhaltens vergessen ist oder auch nicht mehr ertragen wird. Wir sind deshalb zu dem Schluss gekommen, dass wir im Sinne eines größtmöglichen Schutzes der Gesundheit aller solche Situationen nur durch das Tragen einer Schutzmaske eher zulassen können. Unterricht und Betreuung wird an der Wilhelm-Busch-Schule in nächster Zeit deshalb nur mit getragener Schutzmaske möglich sein. Das gilt für das Kollegium wie für die Schülerinnen und Schüler. Wenn alle eine Schutzmaske (Mund-Nasen-Schutz) tragen, dann hat das Maskentragen auch eine infektionseindämmende Wirkung. Da uns der Schulträger nicht mit Schutzmasken ausstattet, werden wir versuchen, möglichst viele Masken selber zu erstellen und zu beschaffen – vielleicht auch hier mit den Kindern zusammen nähen -! Gerne nehmen wir auch Ihre Hilfe in Anspruch bei der Beschaffung von Schutzmasken. Das Tragen von Schutzmasken ist ab dem 23.04.2020 für die Wilhelm-Busch-Schule für eine begrenzte Zeit eine Schulregel, die es einzuhalten gilt!

Wir bitten Sie als Eltern und Sorgeberechtigte, uns bei der Einhaltung dieser Regel nach Kräften zu unterstützen. Schließlich geht es um unser aller Wohl! Ihre Kinder sind zudem durch das Tragen sichtbar aufgefordert, sich die momentane Zeit bewusst zu halten und einen eigenen Beitrag für unser aller Gesundheit zu leisten. Klar, dies unter Berücksichtigung des Vermögens des einzelnen Kindes bzw. auch Jugendlichen. Dass wir gerade auch bei den Kleinen immer wieder Lockerungen beim Tragen der Masken während des Tages je nach Situation zugestehen müssen, wissen wir. Aber eins gilt auch: Im Sinne der Gesundheit aller hier bei uns in der Schule, Schüler wie Mitarbeiter, muss das Tragen einer Schutzmaske als ein hoher gemeinschaftlicher Wert anerkannt und beachtet werden. Eine willentliche, vorsätzliche Missachtung dieses hohen gemeinschaftlichen Wertes führt zu einem vorübergehenden Ausschluss aus dieser Gemeinschaft, heißt zu einem vorübergehenden Ausschluss vom Unterricht an der Schule.

Die Schulmail Nr. 15 (18.04.2020 um 18:04) des Ministeriums für Schule und Bildung regelt einen vorsichtigen Start der Wiederöffnung von Schule. Ziel der Regelungen ist, in einem ersten Schritt den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10  einen qualifizierten Abschluss sowie den Abiturienten ein vergleichbares Abitur zu ermöglichen. Weiteren Schritte erfolgen, sofern eine Stabilisierung niedriger Infektionszahlen trotz Lockerung  der einschränkenden Maßnahmen erzielt werden kann. Bei günstiger Entwicklung sollen alle Viertklässler ab 04. Mai wieder starten können.

Das bedeutet für die Wilhelm-Busch-Schule, dass ab dem 23.04.2020 für die Schülerinnen und Schüler wieder Schulpflicht besteht, die die zentralen Prüfungen nach Klasse 10 der Hauptschule ablegen oder den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 anstreben. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler ist, mit Ausnahme der Kinder mit Berechtigung der Teilnahme an der Not-Betreuung, die Schule zunächst noch bis zum 04. Mai geschlossen.

Die Regelung zur Wiederöffnung der Schule beinhaltet auch die Erweiterung der Tätigkeits-bereiche, bei denen Eltern eine Not-Betreuung für Ihre Kinder beantragen können. Die Berufsfelder finden Sie in der Tabelle im Anhang! Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie eine Not-Betreuung für Ihr Kind in Anspruch nehmen müssen, da Sie an Ihrer Arbeitsstelle nicht entbehrlich sind. Es bleibt bei der Eingrenzung auf die Jahrgänge 1-6. Neu ist, dass Samstag, Sonntag und an Feiertagen keine  Not-Betreuung mehr angeboten wird!

Wichtig: Der Schüler-Eltern-Beratungstag am 27.04.2020 muss aufgrund der kontakt-einschränkenden Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Lehrerinnen und Lehrer Ihrer Kinder werden aber weiterhin in engem Kontakt mit Ihnen stehen, um mit Ihnen die schulische Entwicklung Ihrer Kinder zu besprechen.

Anbei erhalten Sie noch Auszüge aus der Schulmail Nr. 15 zu Ihrer eigenen Information:

II. Unterrichtsteilnahme von Schülerinnen und Schülern

Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen (siehe hierzu III.) haben, entscheiden die Eltern – gegebenenfalls nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch bei ihrem Kind grundsätzlich möglich ist. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

In der Folge entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Diesen Schülerinnen und Schülern sollen Lernangebote für zu Hause gemacht werden (Lernen auf Distanz).

Eine Teilnahme an Prüfungen ist für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen zu ermöglichen. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Können diese Schutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden, soll ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):

  • Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
  •  Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)
  • Chronische Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Onkologische Erkrankungen
  • Diabetis mellitus
  • Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

II. Beurlaubung von Schülerinnen und Schülern, die mit Angehörigen in häuslicher Gemeinschaft leben, bei denen eine Corona-relevante Vorerkrankung besteht

Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine Corona-relevante Vorerkrankung besteht, so kann eine Beurlaubung nach § 43 Abs. 4 Satz 1 SchulG NRW durch die Schulleiterin oder den Schulleiter schriftlich erfolgen.

Die Beurlaubung kann bis längstens zum 31. Juli 2020 (Ende des Schuljahres 2019/2020) ausgesprochen werden. Sie ist mit einem Widerrufsvorbehalt (§ 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Alt. 2 VwVfG NRW) zu versehen. Die Beurlaubung kann jederzeit durch eine schriftliche Erklärung seitens der Eltern - oder bei Volljährigkeit durch die Schülerin oder den Schüler selbst – aufgehoben werden.

Voraussetzung für die Beurlaubung der Schülerinnen und Schülern ist, dass ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt. Ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter diese Vorerkrankung bereits bekannt, so kann von der Vorlage des Attestes abgesehen werden; in diesem Fall ist das Bekanntsein der Vorerkrankung in der schriftlichen Befreiung kurz zu vermerken.

Die Schülerin oder der Schüler ist in der Beurlaubung auf deren mögliche schulische Folgen aufmerksam zu machen. Mit Blick auf das Erbringen von Prüfungsleistungen verweise ich auf die Ausführungen der 15. Schulmail vom 18. April 2020.

In Verbundheit mit Ihnen grüßen Sie ganz herzlich
die Schulleitung und das Kollegium der Wilhelm-Busch-Schule Hemer, … und bleiben Sie gesund!

 

Tätigkeitsbereiche für eine erweiterte Notfallbetreuung ab 23. April 2020 (pdf)

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